Presseinformation 2004


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  Die Percussionistin und Komponistin Gabriele Kostas begeistert nicht nur ihr deutsches Publikum seit zwanzig Jahren mit einzigartigen Kombinationen aus Ethno-Percussion, Weltmusik, Jazz und neuer Musik. Gabriele Kostas folgt seither zahlreichen Einladungen zu Festivals und Venues von Korea bis Cuba.

Sie ist eine der seltenen Percussionistinnen, die mit Solo-Percussion auftreten – nicht zuletzt immer wieder mit Performances in der Begegnung von Musik und bildender Kunst. Im fliessenden Übergang zwischen Optischem und Akustischem gehört diese Art der Solo-Percussion zu den im 20. Jahrhundert entwickelten grenzüberschreitenden Kunstformen: Bis zu 100 Instrumente und Objekte setzt Gabriele Kostas zuweilen in ihren Konzerten ein, jedes mit einer für das Publikum unerwarteten Klangfülle.

Die Instrumente, die meist aus spezifischen Musik-Kulturen wie Brasilien, Cuba, Westafrika, Ägypten oder Trinidad kommen, werden im experimentellen Spiel weit über ihren tradierten Gebrauch hinaus ausgereizt. Nicht die gewöhnlichen Spielweisen als nur begleitendes Instrument oder die Effekte der Beats, sondern das Schlaginstrument selbst wird zur Quelle der Inspiration und zur Herausforderung an die Musikerin als Komponistin.

Konsequent spielt Gabriele Kostas ihre eigenen Stücke bis an die äusserste Grenze des jeweils möglichen Sounds. Als Resultat entfernt sich die akustische Erscheinung dieser Stücke auch deutlich von dem, was bis dato auf Papier festgehalten wurde. Gabriele Kostas geht bewusst zurück auf Stimmungen, Gefühle und Erleben, die einen musikalischen Stil wahrscheinlich ursprünglich hervorgebracht haben. Thematisch zielt diese Arbeitsweise auf die Tonorte und Klangbewegungen der Natur, des Windes, des Wassers, auf die Stimmen der Tiere, die Stimme und den Ton des menschlichen Herzens ...
In ihrem ersten Album "HERZSCHLAG" und ebenso in ihrem neuen, beeindruckenden Album "STEIN KLANG" werden solche fundamentalen Rhythmen und Melodien, romantisches Sujet und brillante Schlagzeug-Technik, eine magische Welt der Sounds mit zugleich abstrakter musikalischer Qualität kunstvoll verknüpft.

Auch als Dozentin fördert Gabriele Kostas in ihren Workshops und Kursen diesen lebendigen und dynamischen Prozess, der selbst erfahrene Hörer überrascht und einen jeweils ganz persönlichen Stil aus einem Klangabenteuer heraus entwickelt.

 

Kurzbiographie

Gabriele Kostas schloss ihr Studium in Philosophie, Geschichte und Kunstgeschichte in München und Berlin mit dem Magister Artium ab. Seit 1980 nahm sie Unterricht in vorwiegend ethnischer Percussion, zum Teil in Ursprungsländern wie Brasilien, Cuba, Korea oder Ghana.

Ab 1987 ist Gabriele Kostas als freie Percussionistin tätig. Neben der Zusammenarbeit mit Musikern unterschiedlicher Stilrichtungen gibt sie Percussion-Solokonzerte. Sie arbeitet mit Schauspielern, Tänzern, bildenden Künstlern und Filmemachern zusammen. Ausschließlich eigene Kompositionen sind auf den CDs "Herzschlag" und "Stein Klang" erschienen.

Neben ihrer musikalischen Tätigkeit lehrt bzw. lehrte sie als Direktorin an der Accademia Bergamo Musica /Italien, als Dozentin an der Landesmusikakademie Berlin und beim Arbeitskreis für Schulmusik, als Leiterin des Fachbereichs Schlagzeug an der Musikschule Berlin-Schöneberg, als Workshop-Autorin für die Zeitschrift "drums&percussion" und als Gastprofessorin für Klanginstallationen an der Universität Kunsthochschule Kassel.